Schweizer KI Modell: Apertus, Digitale Souveränität und Sichere Alternativen von cybershark.ch

30. März 2026 · Cybershark Team

Schweizer KI Modell: Apertus, Digitale Souveränität und Sichere Alternativen von cybershark.ch

Wichtigste Erkenntnisse

  • Apertus ist das erste offene Schweizer KI Sprachmodell, entwickelt von ETH Zürich, EPFL und dem Swiss National Supercomputing Centre in Lugano – verfügbar seit dem 2. September 2025 mit Varianten von 8 Milliarden und 70 Milliarden Parametern.

  • Das large Language Model setzt auf vollständige Transparenz: Architektur, Modellgewichte und Trainingsprozesses sind öffentlich dokumentiert und über Hugging Face zugänglich.

  • Mehrsprachigkeit mit Fokus auf schweizerdeutsch und rätoromanisch unterscheidet Apertus von US-zentrierten Modellen wie Chatgpt.

  • Für Unternehmen mit hohen Sicherheitsanforderungen bietet cybershark.ch mit Secure Swiss AI eine vollständig in der Schweiz gehostete Alternative ohne Datenabfluss ins Ausland.

  • Die Kombination aus öffentlichen Forschungsmodellen und privaten KI Lösungen ermöglicht Schweizer Organisationen maximale Flexibilität bei voller EU AI Act-Konformität.

Einführung: Schweizer KI Modell und strategische Bedeutung

Die Swiss AI Initiative mit einer Laufzeit von 2025 bis 2028 und einem Budget von CHF 20 Mio.- bildet den strategischen Rahmen. Parallel dazu bauen private Anbieter ihre Infrastrukturen in Schweizer Rechenzentren aus. Dieser Artikel richtet sich an Entscheidungsträger in KMU, öffentlicher Verwaltung und Forschungseinrichtungen sowie IT-Verantwortliche, die KI sicher und compliant einsetzen wollen.

Das Bild zeigt einen modernen Serverraum mit blau beleuchteten Racks, die eine Vielzahl von Servern beherbergen. Diese Infrastruktur ist entscheidend für die Entwicklung und den Einsatz von KI-Modellen, wie sie beispielsweise im Swiss National Supercomputing Centre in Lugano verwendet werden.

Apertus: Das offene Schweizer KI Sprachmodell im Überblick

Apertus ist ein grosses sprachmodell (Large Language Model LLM), das gemeinsam von der ETH Zürich, der EPFL in Lausanne und dem CSCS (Swiss National Supercomputing Centre) in Lugano entwickelt wurde. Als erstes vollständig offenes und mehrsprachiges LLM aus der Schweiz markiert es einen Meilenstein für die europäische KI-Landschaft.

Die wichtigsten Eckdaten im Überblick:

  • Modellgrössen: 8 Milliarden und 70 Milliarden Parametern

  • Training: Rund 15 Billionen Tokens, davon 40 Prozent nicht-englischsprachige Daten

  • Infrastruktur: Training auf über 4000 GPUs des Supercomputer alps am cscs, etwa 10 Millionen GPU-Stunden über circa 3 Monate

  • Finanzierung: Teil der Swiss AI Initiative, getragen vom ETH-Rat mit zusätzlicher Bundesförderung

Die Architektur, Modellgewichte, Trainingsrezepte und Dokumentation sind vollständig unter einer Open Source Lizenz publiziert. Forschende und Entwickler können alles über Hugging Face herunterladen oder die Public AI Inference Utility nutzen.

Im Gegensatz zu Chatgpt ist Apertus kein fertiges Massenmarkt-Produkt mit eigener App. Imanol Schlag, technischer Leiter des LLM Projekts an der ETH, beschreibt es als «eines der wenigen vollständig offenen LLMs in dieser Grössenordnung» – ein Baustein für eigene innovationen, kein «Schweizer chatgpt» zum sofortigen Einsatz.

Das Bild zeigt einen Hochleistungs-Supercomputer, der mit modernen Kühlsystemen ausgestattet ist. Dieser Supercomputer, der Teil eines Schweizer Supercomputing Zentrums ist, wird für die Entwicklung von KI-Modellen und maschinellem Lernen eingesetzt.

Technische Merkmale und Mehrsprachigkeit Schweizer KI Modelle

Sprachvielfalt ist ein strategisches Differenzierungsmerkmal gegenüber englischzentrierten US-Modellen. Während GPT 4 und ähnliche Systeme primär auf Englisch optimiert sind, adressiert Apertus bewusst die sprachliche Realität der Schweiz und Europas.

Spezifikationen zur Mehrsprachigkeit bei Apertus:

  • Training auf über 1000 Sprachen, teils mehr als 1800 Sprachvarianten erfasst

  • Rund 40 Prozent der Trainingsdaten nicht Englischsprachig

  • Robuste Unterstützung für Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch

  • Expliziter Fokus auf Schweizerdeutsch und Rätoromanisch

Aktuelle Grenzen (Stand 2026):

Erste unabhängige test-Ergebnisse zeigen schwächen bei Rätoromanisch: Grammatikfehler und Sprachmischungen treten auf. Die schweizerdeutsch-Ausgabe wirkt teils künstlich im Vergleich zu Modellen wie Gemini 2.5 oder GPT-5. Diese fehler sind typisch für die frühe Phase eines Modell und werden in zukünftigen Versionen adressiert.

Firmen wie cybershark.ch bieten deshalb domänenspezifische Feintuning-Modelle an, die explizit auf Unternehmensdeutsch, branchenspezifische Terminologie und schweizerische Verwaltungssprache optimiert werden – eine Ergänzung zur Basis von Apertus.

Transparenz, Datenschutz und Compliance (EU AI Act, GDPR, Schweizer Recht)

Datenschutz und regulatorische Konformität sind zentral für jedes Schweizer KI Modell. Der AI Act der EU (2024), die Datenschutz-Grundverordnung (GDPR) und das Schweizer Datenschutzgesetz setzen klare Standards, die bei der Entwicklung und Nutzung einzuhalten sind.

Transparenz bei Apertus:

  • Vollständige Offenlegung von Quellcode, Datenquellen-Listen und Trainingsmethodik

  • Nutzung überwiegend öffentlicher, legaler Datenquellen

  • Explizite Berücksichtigung von Opt-out-Hinweisen für Webseiten

  • Das ETH-Spin-off LatticeFlow AI prüft Datenqualität, Bias, Sicherheit und AI-Act-Konformität

Kontrast zu «Blackbox»-Systemen:

Bei proprietären Modellen aus den USA oder China verhindern Geschäftsgeheimnisse oft jeden Einblick in Trainingsdaten. Das erhöht Risiken bezüglich Datenschutz, Urheberrecht und Nachvollziehbarkeit der Modellentscheidungen.

Secure Swiss AI von cybershark.ch:

  • Vollständig in Schweizer Rechenzentren gehostet, kein Datenabfluss ins Ausland

  • On-Premises- oder Private-Cloud-Deployment mit Verschlüsselung

  • Rollen- und Rechtekonzepte sowie Audit-Logs für Nachvollziehbarkeit

  • Beratungsleistungen zu GDPR, NIS2 und AI Act inklusive Impact Assessments

Praktische Nutzung: Von Forschungsmodell zu produktiver Schweizer KI Lösung

Apertus ist offen zugänglich, doch der produktive Einsatz in Unternehmen erfordert Infrastruktur, Know-how und Integration. Die blosse Verfügbarkeit eines modell reicht nicht aus.

Direkte Nutzung von Apertus:

Variante

Eignung

Anforderungen

8B-Modell

Lokale Tests, Prototypen

Workstation mit leistungsstarker GPU

70B-Modell

Produktiver einsatz

Server-Infrastruktur oder Cloud (z.B. Nvidia DGX H100)

Zugriff ist über hugging face, die Public AI Inference Utility und plattform-Angebote wie publicai.co möglich. Swisscom bietet als strategische Partnerin Zugang über ihre Swiss AI Platform.

Typische Use Cases in der Schweiz:

  • Chatbots für Verwaltung und Service-Hotlines

  • Übersetzungs- und Zusammenfassungsdienste für mehrsprachige Dokumente

  • Virtuelle Tutorensysteme an hochschulen (eth/epfl)

  • Pilotprojekte beim Bundesgericht

Dienstleistungen von cybershark.ch:

cybershark.ch deployt Apertus-Modelle oder andere Open-Source-LLMs (z.B. Llama-Familie) in Docker- und Kubernetes-Umgebungen. Das Angebot umfasst:

  • Einrichtung von OpenWebUI oder Ollama

  • Anbindung an Unternehmensdaten via RAG-Konzepte

  • SSO-Integration und Monitoring

  • 24/7 Managed Services und IT-Notfallmanagement

Das Bild zeigt ein Team von Forschern, die gemeinsam an Laptops arbeiten und sich über ihre Projekte im Bereich künstliche Intelligenz austauschen. Im Hintergrund sind Notizen und technische Unterlagen zu sehen, die auf die Entwicklung von KI-Modellen hindeuten, möglicherweise im Kontext des Schweizer National Supercomputing Centre oder der ETH Zürich.

Secure Swiss AI von cybershark.ch: Ergänzung zum öffentlichen Schweizer KI Modell

Offene Forschungsmodelle wie Apertus und privat gehostete Lösungen wie Secure Swiss AI erfüllen komplementäre Rollen. Während Apertus forschung und Open-Source-Entwicklung vorantreibt, adressiert Secure Swiss AI die Bedürfnisse von Organisationen mit strengen Sicherheitsanforderungen.

Kernmerkmale von Secure Swiss AI:

  • Vollständig in der Schweiz betriebene Infrastruktur im Schweizer Rechtsraum

  • Fokus auf Geschäftsgeheimnisse und vertrauliche Daten

  • Möglichkeit, offene Basismodelle sicher zu feintunen ohne Rohdaten an Dritte zu übermitteln

Typische Projekte:

  • Interner KI-Assistent für ein KMU: Verarbeitung von Offerten, Verträgen und Supportfällen auf Deutsch und Französisch

  • Privater Chatbot für Kanzleien oder Gemeindeverwaltungen mit Protokollierung und Zugriffskontrolle

  • Hybrid-Cloud-Lösungen mit eigener Infrastruktur und Schweizer Cloud-Anbietern

Service-Palette:

  • Beratung, Architektur-Planung und Proof-of-Concept

  • Automatisierung von Workflows (Dokumentenklassifikation, Ticket-Kategorisierung)

  • Laufende Wartung, Patching, Security-Monitoring und Penetration-Tests

Unternehmen müssen keine eigene Rechenleistung auf Supercomputer-Niveau aufbauen, sondern können auf Schweizer Spezialisten und managed Services zurückgreifen.

Ausblick: Zukunft Schweizer KI Modelle und Rolle von Wirtschaft und Verwaltung

Bis 2028 sind signifikante Weiterentwicklungen zu erwarten. Zukünftige Versionen von Apertus sollen effizienter werden, spezialisierte Fachmodelle für Bereiche wie Recht, Gesundheit und Bildung bereitstellen und multimodale Fähigkeiten mit Text und bild integrieren. Gleichzeitig verschärft sich die Regulierung durch eu ai act, NIS2 und nationale Anpassungen.

Bedeutung für die Schweiz:

  • Stärkung der digitalen Souveränität und Reduktion der Abhängigkeit von US- oder China-Plattformen

  • Ausbau der Zusammenarbeit zwischen Hochschulen, Verwaltung und wirtschaft über Swiss AI Weeks und thematische Hackathons

  • Wachsende Nachfrage nach sicheren, lokal gehosteten KI Lösungen für sensible Sektoren

Rolle von cybershark.ch:

Als Partner für praktische Umsetzung begleitet cybershark.ch Organisationen von der Strategie über Pilotprojekte bis zum laufenden Betrieb. Bestehende KI-Experimente auf Basis von Apertus-Prototypen können in produktive, auditierbare Services überführt werden. Für konkrete Anwendungsfälle bietet cybershark.ch unverbindliche Erstgespräche an.

Das Bild zeigt eine futuristische Skyline, die Innovation und technologische Fortschritte symbolisiert, mit hohen Gebäuden und modernen Designs, die auf die Bedeutung von künstlicher Intelligenz und Supercomputing hinweisen. Diese Architektur spiegelt die Vision von Schweizer Hochschulen wie der ETH Zürich und der EPFL wider, die an der Entwicklung von KI-Modellen und deren Anwendungen arbeiten.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu Schweizer KI Modellen

Was unterscheidet ein Schweizer KI Modell wie Apertus von US-Tools wie ChatGPT?

Apertus setzt auf vollständige Offenheit: Architektur, Trainingsdaten, Modellgewichte und Dokumentation sind öffentlich einsehbar. Bei Chatgpt und ähnlichen proprietären Systemen bleiben diese Details Geschäftsgeheimnisse. Apertus ist zudem kein fertiger Dienst, sondern ein Baustein für eigene Lösungen.

Schweizer Unternehmen können mit Unterstützung von Anbietern wie cybershark.ch, Apertus oder andere Basismodelle in eigene, datenschutzkonforme Plattformen integrieren – ohne Abhängigkeit von ausländischen Cloud-Diensten.

Kann mein KMU Apertus direkt einsetzen, oder brauche ich Unterstützung?

Technisch versierte Teams können die 8B-Variante lokal testen. Für produktiven Einsatz sind jedoch KI Expertise in Infrastruktur, Sicherheit und Compliance erforderlich. Themen wie Zugriffskontrolle, Monitoring, Backup und Performance-Tuning sind essenziell für stabilen Betrieb.

cybershark.ch bietet Beratung, Implementierung, Automatisierung und Managed Services, um den Einstieg zu erleichtern und den laufenden Betrieb zu sichern.

Wie sicher sind Schweizer KI Modelle im Hinblick auf Datenschutz?

Projekte wie Apertus berücksichtigen bereits in der Entwicklung das schweizer Datenschutzgesetz, GDPR und den AI Act. Absolute Sicherheit hängt jedoch vom konkreten Deployment ab: Standort der Server, Verschlüsselung, Rechtekonzept und Logging sind entscheidend.

Secure Swiss AI von cybershark.ch erfüllt durch Hosting in der Schweiz, durchgängige Verschlüsselung und strenge Zugriffskontrollen besonders hohe Anforderungen – ideal für Branchen mit erhöhtem Schutzbedarf.

Welche Branchen in der Schweiz profitieren aktuell am meisten von eigenen KI Modellen?

Besonders profitieren: Öffentliche Verwaltung (Dokumentenverarbeitung, Bürgeranfragen), Gesundheitswesen (Befundzusammenfassungen, Triage), Finanzdienstleister (Reporting, Compliance-Auswertungen) und Industrie (Wartungsdokumentation, Support). Mehrsprachige Organisationen in der Schweiz – mit Deutsch, Französisch, Italienisch und Englisch – ziehen besonderen Nutzen aus lokal optimierten Modellen.

Wie starte ich ein KI-Projekt mit einem Schweizer Modell ganz konkret?

Eine praxisnahe Schrittfolge:

  1. Anwendungsfall definieren (z.B. interner Support-Chatbot)

  2. Datenlage und Datenschutzanforderungen klären

  3. Pilotprojekt mit begrenztem Umfang planen

  4. Infrastruktur und Security-Konzept entwerfen

  5. Rollout, Schulung und laufendes Monitoring etablieren

cybershark.ch unterstützt bei jedem dieser Schritte – von der Ideenskizze bis zum 24/7 Betrieb.

Autorin: Karin M.

Zuletzt geändert: 30.03.2026

Haftungsausschluss: Die Inhalte dieses Beitrags wurden sorgfältig recherchiert und dienen ausschliesslich der allgemeinen Information. Angaben zu Anbietern, Funktionen, Preisen sowie zu rechtlichen und regulatorischen Anforderungen können sich jederzeit ändern. Für die Richtigkeit, Vollständigkeit und Aktualität wird keine Gewähr übernommen. Der Beitrag ersetzt keine individuelle Rechts-, Datenschutz- oder Fachberatung.

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